Dez 02

Sekundenkleber besteht aus nur einer Komponente und ist ein Cyanacrylat-Klebstoff. Die Reaktion an der Klebefläche wird durch basische Feuchtigkeitsspuren an den Oberflächen ausgelöst, die Aushärtung (Polymersieren) findet innerhalb nur weniger Sekunden statt.

Die Einsatzgebiete von Sekundenkleber sind schnelle Verklebungen von Fügeteilen wie Glas, Gummi, Keramik, Kunststoff, Metalle, usw. welche einen sehr engen Fügespalt aufweisen.

Sekundenkleber von der Haut entfernen

Bei den Warnhinweisen auf der Verpackung von einem Sekundenkleber wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Augenlider und Haut schlagartig verklebt werden können, angemessene Vorsicht bei der Verarbeitung ist also sehr zu empfehlen.

Da Sie sich jedoch dafür interessieren, wie man Sekundenkleber wieder entfernen kann, dürfte wohl schon ein kleines Mißgeschick passiert sein.

Sekundenkleber kann man am besten mit ACETON lösen. Aceton ist eine farblose Flüssigkeit die sehr leicht entzündlich ist, beim Hantieren ist also große Vorsicht geboten. Verwenden Sie Aceton KEINESFALLS im Gesicht oder in der Nähe von anderen Körperöffnungen oder Wunden. An risikofreien Körperstellen können Sie die verklebte Haut mit einem in Aceton getränkten Wattestäbchen vom Sekundenkleber befreien. Unmittelbar danach sollte unbedingt die betroffene Stelle gut mit Wasser gereinigt werden. Durch die stark entfettende Wirkung empfieht es sich die Haut danach einzucremen.

Da Aceton in den wenigsten Haushalten griffbereit ist, können Sie als Ersatz auch handelsüblichen Nagellackentferner zum Entfernen von Sekundenkleber verwenden.

Sekundenkleber von Gegenständen entfernen

Gleich wie bei der Entfernung von Sekundenkleber von der Haut ist Aceton auch hier geeignet. Da Aceton aber nicht nur Sekundenkleber löst, erkundigen Sie sich unbedingt vorab, ob die Oberfläche des Gegenstandes gegen Aceton resisdent ist. Im schlechtesten Fall wird nicht nur der Kleber gelöst und unschöne Veränderungen der Oberfläche bleiben dauerhaft zurück.

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